Mazda präsentiert eine weitere Ausbaustufe des aktuellen Kompaktmodells. Das Sonntagsblatt ist die Limousine der Japaner noch vor dem offiziellen Verkaufsstart gefahren.

Von unserem Redakteur

UDO HIPPEN

Das klassische Fließheck hat sich eigentlich mehr und mehr aus dem automobilen Erscheinungsbild verabschiedet. Nur noch wenige Hersteller bedienen sich dieser Karosserievariante. Mazda scheint mit der Vorstellung seiner neuen Ausbaustufe des Kompaktmodells eine Art Renaissance dieser klassischen Linienführung eingeläutet zu haben. Bei dem neuen „3er” kombinieren die Japaner nämlich eine Limousine mit einem Fließheck. Das neue Modell heißt bei Mazda Limousine, müsste aber eigentlich Fließheck mit Kofferraumdeckel heißen. Sei's drum: Den Designern ist eine Karosseriezeichnung gelungen, die einfach gefällt. Dies haben andere Hersteller in der Vergangenheit selten so schön gezeigt. Wenn versucht wurde, aus einem Kompaktmodell eine Limousine zu machen, endete dies oft in einem optischen Debakel .

Was ins Auge fällt und hängen bleibt, ist die insgesamt sportliche Optik. Die Front erinnert mit seinem senkrecht stehenden Kühlergrill und der langen Haube an einen Roadster. Gekonnt fortgesetzt wird die neue Designsprache auch im Innenraum. Mazda ist es gelungen, eine neue Sitzgeometrie zu finden, die den Fahrer wieder mehr ins Rampenlicht rückt. Die Position von Lenkrad, Schaltknauf und Pedalen harmoniert perfekt mit dem sportlich gestylten und hochwertig anmutenden Cockpit .

Die Verarbeitung wirkt tadellos und auch die Auswahl der Materialien macht einen guten Eindruck. Billige Kunststoffe sucht man vergebens. Was die Platzverhältnisse betrifft, geht es in der ersten Reihe perfekt zu. Im Fond gibt es keinen Grund zum Klagen. Als Raumriese geht der „3er” allerdings nicht ins Rennen. Riesig wirkt dagegen der Kofferraum, der mit einem sensationell einfachen System beim Umlegen der Rücksitze daher kommt. Pro Seite genügt ein Griff, um die Lehne zu klappen. Das können andere auch. Was beim Mazda genial ist, ist die Tatsache, dass der Gurt in einer speziellen Öse geführt wird und so beim Zurückklappen das nervige Gefummel damit entfällt .

Das sportlich-knackige Design nimmt der „3er” auch beim Fahrwerk auf. Der Mazda macht Spaß und lässt sich ganz in der Tradition des „MX-5” zügig durch die Kurven zirkeln. Manchmal könnte es, je nach Geschmack, etwas kommoder sein. Ebenfalls knackig präsentiert sich die Schaltung. Die Gänge lassen sich mit kurzen Wegen flott wechseln. Was die Motoren betrifft, kommt hier die neue „Sky Active”-Technologie zur Geltung. Das Sonntagsblatt ist den mittleren Benziner mit 120 PS gefahren, der mit Laufruhe und guter Durchzugskraft überzeugte. Der Verbrauch wird kombiniert vom Werk mit 5,1 Liter Super E10 angegeben. Im normalen Betrieb dürfte noch etwas dazukommen. Damit wird der „3er” bei der Energieeffizienz nur mit „B” geführt.

H Fazit: Dieser Mazda leistet sich kaum erkennbare Schwächen und macht den Konkurrenzkampf bei den Kompakten noch härter .

Aurich vom Sonntag, 9. Februar 2014, Seite 6 (57 Views)

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