Kirchweg jetzt Tullumstraße

Straßenumbenennung ehrt Großefehns verstorbenen Ehrenbürger. 170 Gäste kamen zur feierlichen Namensgebung.

Großefehn. Ein Straßenname erinnert seit Mittwoch an den verstorbenen Großefehntjer Unternehmer Rolf Trauernicht, genannt Tullum. Der Kirchweg, der zum Firmengelände der Trauco AG führt, wurde in Tullumstraße umbenannt. 170 Gäste nahmen an einer Feierstunde für den Großefehntjer teil, der 1999 als bisher einziger Einwohner der Gemeinde zum Ehrenbürger ernannt wurde und im Juli des vergangenen Jahres im Alter von 92 Jahren gestorben war.

Der Ortsrat hatte sich im März einstimmig für die Würdigung des Unternehmers ausgesprochen, der sich als „Mister A 31” einen Namen gemacht hatte, weil er sich für den Lückenschluss für die Autobahn nach Ostfriesland eingesetzt hatte. Es sei ihm zu verdanken, dass die Lücke 2004 elf Jahre früher als geplant geschlossen werden konnte, sagte Bürgermeister Olaf Meinen (parteilos) in seinem Grußwort. „Eines seiner größten Anliegen war der Straßenbau”, erklärte auch Ostgroßefehns Ortsbürgermeister Friede Schoone (SPD) .

Es habe Überlegungen für den Namen Rolf-Trauernicht-Straße gegeben, so Meinen. „Aber alle kannten ihn als Tullum”, sagte er und betonte: „Tullum braucht kein Monument - er war selbst eins.” Der Name Tullumstraße für das „Urbild eines Fehntjers” sei überfällig gewesen, so Bürgermeister Meinen.

Von Trauernichts „beeindruckendem Einsatz für den Ausbau der Verkehrswege” sprach auch sein langjähriger Wegbegleiter Johann Köster. Er hatte als Geschenk für die Familie eine Boßelkugel dabei - schließlich eigne sich die neue Tullumstraße mit ihrer geraden Strecke hervorragend zum Boßeln, so Köster.

Abschließend begaben sich die Gäste auf den Weg zum Eingang des Firmengeländes, wo eine Infotafel enthüllt wurde. Diese hatte der Grafiker Rewert Schoone gemeinsam mit Thorsten Peters von „Trauco stein design” entworfen. Sie erinnert an den Trauco-Gründer, der vor 69 Jahren den Grundstein für die bis heute andauernde Firmengeschichte gelegt hatte. Man habe einen hellen Stein gewählt, der schräg nach oben verläuft, „so wie 'Tullums' Lebensweg”. Vom Schiffsjungen hatte er sich mit harter Arbeit zum Baustoffhändler mit „Strahlkraft über die Region hinaus” entwickelt, hatte Ortsbürgermeister Friede Schoone im Vorfeld gesagt. ela

Aurich vom Samstag, 19. Mai 2018, Seite 5 (58 Views)

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