Kaufmannschaft pocht auf Veränderungen

Parken in Innenstadtnähe ist das größte Problem. Marco Bordasch und Roland Oltmanns weitere drei Jahre im Vorstand bestätigt.

Von THEO GERKEN

Aurich.  Rund 50 Mitglieder des Kaufmännischen Vereins Handel, Handwerk und Gewerbe e.V., Aurich, und die drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Stadt, Hardwig Kuiper, Horst Feddermann (beide parteilos) und Menko Bakker (FDP), begrüßte der Vereinsvorsitzende Udo Hippen im besonderen Ambiente des Hotels Am Schloss. In seinem Tätigkeitsbericht wurde deutlich, dass zwar viele Aktionen für eine positive Stimmung in der Stadt sorgen, das Problem der fehlenden Parkmöglichkeiten und insbesondere die Erhöhung der Parkgebühren aber die Gemüter erhitzen. Bei den turnusmäßig erforderlichen Vorstandswahlen wurden Marco Bordasch als Schriftführer und Roland Oltmanns als stellvertretender Vorsitzender für drei Jahre gewählt und im Amt bestätigt .

„Schreckgespenst”

Mit der überaus positiven Wirkung des Auricher Weihnachtszaubers begann Udo Hippen seinen Bericht und kam sofort auf das „Schreckgespenst“ Parksituation zu sprechen. Für ihn sei es völlig unverständlich, wie man das Thema „Parkgebühren“ so kurz vor dem Weihnachtsgeschäft, der wichtigsten Zeit für den Einzelhandel „aus dem Hut zaubern“ könne. Ganz und gar nicht akzeptabel sei der Wegfall von zahlreichen innenstadtnahen Parkflächen monierte Hippen und stellte weiter heraus, dass Parkgebühren völlig ungeeignet dafür sein würden, knappe Haushaltskassen aufzubessern. Der Vorstand des Kaufmännischen Vereins fordere die Politik auf, die Parksituation in Aurich als ein zusammenhängendes Gebilde zu betrachten und neu zu bewerten, sagte Udo Hippen. „Ansatz dafür darf nicht die Frage nach der Höhe der Parkkosten sein, sondern muss darauf abzielen, wie den Gästen und Kunden der Innenstadt der Besuch so unkompliziert wie möglich gestaltet werden kann”, betonte er. Einbezogen in diese Forderung seien neben den Autos selbstverständlich auch die Fahrräder, so Hippen.

Es gab allerdings auch viel Positives zu berichten. Hippen erwähnte dabei das Wein- und Gourmetfest: „Das ist die Vorzeigeveranstaltung Aurichs!“ Und nicht zu vergessen der Auricher Weihnachtszauber, das sei ohne Übertreibung die Nummer Eins im Norden, stellte der Vorsitzende fest. Bei der Weihnachtslotterie „Goldene 7“ winken wieder tolle Preise: Zwei Mazda 2, zwei E-Bikes und zweimal 7777 Euro warten als Hauptpreise auf die Gewinner. Weitere erfolgreiche Aktionen waren die Pflanzenmärkte Geranien- und Heidemarkt, die in Kombination mit verkaufsoffenen Sonntagen zu guten Geschäften des Einzelhandels führten. „Wir müssen uns für die Zukunft weiter kritisch im Blick behalten und mehr denn je darauf achten, als Kaufmännischer Verein mit unseren Aktivitäten und als Stadt nicht an Qualität zu verlieren“, forderte Udo Hippen von den Vereinsmitgliedern.

Geschäftsplan

Den Kassenbericht für das Rechnungsjahr 2017 hielt Kassenwart Hans-Henning Wemken. Das Jahr schloss mit einem geplanten Verlust von 9170 Euro ab. Auch für 2018 ist laut Geschäftsplan ein Fehlbetrag von 2000 Euro geplant. Die gewählten Kassenprüfer waren verhindert, laut Prüfungsprotokoll gab es keine Beanstandungen an der Kassenführung. In den letzten Jahren hat der Verein einige Mitglieder verloren, zumeist durch Geschäftsaufgabe oder durch Wegzug. Aktuell gehören 147 Mitglieder dem Kaufmännischen Verein an.

Auch zum Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ kochte das Parkplatzthema wieder hoch. Angeprangert wurde dabei auch die Parkpauschale, die die Firmen für ihre Mitarbeiter übernehmen sollten. Abgebaute und nicht wieder aufgebaute Fahrradständer ärgerten weitere Einzelhändler. Auf Bitten des Vereinsvorsitzenden Udo Hippen nahm der Erste Stadtrat Hardwig Kuiper Stellung zu aktuellen Themen. Kuiper regte an, die bisherige Arbeitsgruppe „Markthalle“ zu erweitern. Weitere Vertreter von Interessengruppen sollten hinzukommen, um eine Arbeitsgruppe „Innenstadt“ daraus zu bilden. Eine erste Zusammenkunft ist für den 5. Dezember geplant. Dabei würde auch das Parkthema eine Rolle spielen, sagte Kuiper und stellte heraus, dass die Erhebung von Parkgebühren unter fiskalischen Gesichtspunkten ein Irrweg sei.

KV-Stammtisch

Udo Hippen gab auch den beiden weiteren Bürgermeisterkandidaten Gelegenheit zu einem Redebeitrag, doch beide verzichteten. Abschließend lud der Vorsitzende die Mitglieder für den 11. Dezember um 18.30 Uhr zum KV-Stammtisch in das Weihnachtsdorf ein.

Emden vom Samstag, 1. Dezember 2018, Seite 5 (7 Views)

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