Lübbertsfehner wollen Tempo-30-Regelung

Ortsrat diskutierte über verschiedene Themen.

Lübbertsfehn. Soll die Westersander Straße in Lübbertsfehn eine Tempo-30-Regelung erhalten? Der Ortsrat Ihlowerhörn hat sich mit der Thematik befasst. Einstimmig beschlossen wurde der Antrag an die Gemeinde Ihlow, sich mit dem Landkreis in Verbindung zu setzen um zu prüfen, ob die Westersander Straße (K104) vom Wohngebiet Ecke Hüllenerfehner Straße (K 110) bis zur Einfahrt in die Straße Zum Weißen Moor in Fahrtrichtung Westersander in eine 30er Zone verwandelt werden kann.

Hintergrund sind zahlreiche Verkehrsunfälle auf dieser Strecke in den vergangenen Jahren (die Emder Zeitung berichtete).

Auf Nachfrage erklärte Anwohner Wolfgang Albers, dass eine Tempo-30-Regelung für Lkw zu begrüßen sei. Allerdings könne die Regulierung für diese Fahrzeuge bedeuten, dass Autofahrer dann die Lkw überholen. Das würde für weitere gefährliche Situationen für Kinder auf dem Weg zum Schulbus und älteren Menschen führen. „Darum schlage ich eine Tonnenbegrenzug für den Schwerlastverkehr auf dieser Strecke vor“, sagte Albers, der seit 15 Jahren um einen Radweg an dieser Strecke vor seiner Haustür kämpft. Mit Anwohner Hansjörg Heeren ist er sich darin ebenfalls einig, räumte aber ein, dass man weiter einen Radweg fordere. „Wir freuen uns über den Antrag. Doch der Straßenzustand der runden Fahrbahn und seinem gefährlichen Belag wird dadurch nicht besser.”

Noch weitere Themen wurden im Ortsrat besprochen: Seit einigen Wochen wird in den Ortsräten diskutiert, ob es in Zukunft in den Ortsteilen nur noch einen Ortsvorsteher gibt. Hintergrund ist die Tatsache, dass sich immer weniger Bürger und Jugendliche in einem Ortsrat einbringen möchten um damit die Politik in ihrem sozialen Umfeld mitzugestalten. Hinrich Tjaden (CDU) zeigte verwaltungstechnisch durchaus Verständnis für den Vorschlag des Ihlower Bürgermeisters, André Goldenstein (SPD) stellte heraus, dass der Ortsvorsteher nicht gewählt, sondern von der Partei mit den stärksten Stimmen vorgeschlagen werde. Es stelle sich auch die Frage, warum keine jungen Menschen in die Ortsräte nachrücken würden. Ortsbürgermeister Mettin Köllmann (SPD) erinnerte daran, dass es in Ihlow vier Ortsteile mit 1300 Menschen gebe. „Das kann ein einzelner Ortsvorsteher nicht schaffen.” In Ortsteilen bis zu 500 Einwohner könne durchaus ein Ortsvorsteher die Funktion übernehmen, allerdings bei höheren Einwohnerzahlen erscheine ein Ortsrat sinnvoll .

Eine 30er Zone auf der kurzen Strecke Thunpadd bis zum Altenheim wurde abgelehnt. An der Bushaltestelle Langjüchweg soll eine Bank für die Schulkinder aufgestellt werden. hum

Aurich vom Samstag, 13. April 2019, Seite 5 (6 Views)

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